Giengen – Burgberg – Hohenmemmingen – Hürben – Sachsenhausen

Antrag der CDU-Wählerblockfraktion zum Schulentwicklungsplan

Aufgrund des heftigst in der Stadt Giengen diskutierten Schulentwicklungsplans haben wir, zu den von der Stadt Giengen im Schulentwicklungsplan aufgezeigten Varianten für den Bereich der Kernstadt, ergänzende Varianten mit Begründungen erarbeitet. Absicht ist es, mit einer Kostenanalyse zur Versachlichung des Themas beizutragen. Unsere Vorschläge enthalten auch bildungspolitische und pädagogische Aspekte.

Wir haben uns auch entschieden die Vorschläge der anderen Fraktionen nach Erhalt von mehreren Kernstadt-Grundschulstandorten auf Plausibilität und Finanzierbarkeit prüfen zu lassen um aufzuzeigen, dass diese Alternativen  jeglicher Realität entbehren.

Wir sind uns natürlich ständig unserer Verantwortung zu nachhaltigem Handeln bewusst.

Deswegen haben wir folgenden Antrag an die Stadtverwaltung gestellt.

1. die im Schulentwicklungsplan aufgezeigten Varianten und die von uns im folgenden genannten Varianten sind hinsichtlich der Investitionen, Folgekosten, Folgenutzung und Synergien (der Übersichtlichkeit halber) in einer Matrix darzustellen.

2. Die von der SPD-Fraktion und der Fraktion Unabhängige/Grüne beantragten Varianten sind auch hinsichtlich der Investitionen, Folgekosten, Folgenutzung und Synergien unseren Vorschlägen gegenüber zu stellen.

Zukünftige Kinderzahlen, Fragen der Betreuung, die Eignung der Gebäude und die finanzielle Machbarkeit sind die entscheidenden Faktoren. Über allem muss das Wohl unserer Kinder stehen, im Zusammenhang mit den Erfordernissen unserer Gesellschaft für die Zukunft.

Überblick über die Varianten der CDU-Wählerblockfraktion

Variante 1(V1)

  • Die Bergschule (BS) wird als Grundschule aufgegeben und wird Bildungshaus für 1-6 Jahre
    einschließlich Städt. Bücherei und evtl. Beratungsstelle etc.
  • Die Lina-Hähnle-Schule (LHS) wird zentrale Grundschule.
  • Die Jakob-Herbrandt-Schule (JHS) wird in die LHS verlegt.
  • Der Kirchplatzkindergarten wird in die BS verlegt.

Variante 2(V2)

  • Die Bergschule wird Bildungshaus für das Alter 1 bis 6 und Grundschule mit den Klassen 1 und 2 als Außenklassen der LHS.
  • Die LHS ist zentrale Grundschule mit den Klassen 3 und 4
  • Die Jakob-Herbrandt-Schule (JHS) wird in die LHS verlegt.

Variante 3(V3)

  • Die Bergschule wird als Grundschule aufgegeben und wird Bildungshaus für das Alter 1 bis 6
  • Die LHS wird zentrale Grundschule für die Klassen 1 bis 4 (wie V1).
  • Die JHS bleibt in der Bergschule.
  • Räume werden genutzt durch VHS, Bücherei, Archiv, andere Schulträger

Variante 4(V4)

  • Die Bergschule wird zentrale Grundschule für die Klassen 1 bis 4.
  • Die JHS bleibt in der Bergschule.
  • Die LHS wird anderweitig verwendet.
  • Die Kleinkindbetreuung bleibt in den Kindergärten (Nordstadt & Stadtmitte).
  • Das Bildungshaus in den Salztrögen wird gebaut.

Vorteile Variante 1(V1)

  • Die Bergschule ist „das“ Bildungshaus für das erste bis 6.Lebensjahr, Familienzentrum eingeschlossen.
  • Die Idylle Bergschule genießen jetzt die Vorschulkinder durch das Bildungshaus.
  • Ganztagsbetreuung mit allen Betreuungsformen von 07.00 bis 17.00 Uhr.
  • Kinder unter 3 Jahren aus Hohenmemmingen(da nur Kindergarten) können bei Bedarf mit betreut werden.
  • Kinder unter 3 Jahren aus der Stadtmitte und der Südstadt können in Verbindung mit Kindergarten St. Peter ganztags betreut werden.
  • Die Variante trägt zur Belebung der Kernstadt bei und stützt die Attraktivität der Kernstadt besonders für junge Familien.
  • Das Bildungshaus in den Salztrögen wird eingespart.
  • Im Kindergarten Wanne braucht nicht angebaut werden.
  • Das Gebäude Kirchplatzkindergarten kann anderweitig verwendet werden, z.B. Archiv.
  • Die JHS wäre weiterhin an eine Grundschule (LHS) angebunden, was nicht nur das Empfinden stützt, sondern auch Überlegungen zur zukünftigen Integrierung von Behinderten.
  • Das Raumangebot der BS sollte auch die Unterbringung anderer Stellen erlauben, wie z.B. die Bücherei.
  • Der Kindergarten St. Martin könnte weiter ausgebaut werden und mit der Ganztagsbetreuung in der Bühlschule verknüpft werden.
  • Der Kindergarten Lederstraße kann in noch zentraler Lage als Regelkindergarten mit verlängerter Öffnungszeit für 3 bis 6 Jährige erhalten bleiben, solange es die Kinderzahlen erfordern.
  • Zentrale Grundschule in der LHS ermöglicht auch eine flexible Anpassung an die Schülerzahlen, jedenfalls besser als bei einer Aufteilung der Schüler auf zwei Grundschulen.

Nachteile Variante 1(V1)

  • Schulweg der Kinder in der Nordstadt, Bleiche und Wanne wird geringfügig länger und muß vermehrt größere Straßen kreuzen. (Lässt sich durch verschiedene Maßnahmen aber unseres Erachtens mindestens teilweise kompensieren)

Allgemeine Bewertung Variante 1(V1)

Die Lehrer und ihre Nachteile durch Wegfall der BS werden von den persönlichen Betroffenheiten zwar anerkannt, sind aber kein Argument, da sie als Beamte berufsspezifisch wie andere auch grundsätzlich versetzbar sein müssen. Im Übrigen ist noch unklar, wie viele Lehrer gebraucht werden, zumal das auch vom Klassenteiler abhängt. Eines ist aber klar: Weniger Kinder bedeutet auch weniger Lehrer.

Vorteile Variante 2(V2)

  • Die Bergschule wird Bildungshaus für das Alter 1 bis 6 wie V1 und Grundschule für die beiden ersten Klassen.
  • Die Emotionen werden zumindest teilweise befriedigt.
  • Die Kleinkinder können zusammen mit den Grundschülern ganztags betreut werden.
  • Schulweg gerade in den Anfangsjahren weniger schwierig als V1.
  • Je nach Raumangebot noch Platz für die Bücherei.
  • Das Bildungshaus in den Salztrögen braucht nicht gebaut zu werden.
  • Die Belebung der Kernstadt wird unterstützt.
  • Das Gebäude Kindergarten Kirchplatz steht für andere Zwecke zur Verfügung.
  • Der Kindergarten Lederstraße kann in noch zentraler Lage als Regelkindergarten mit verlängerter Öffnungszeit für 3 bis 6 Jährige erhalten bleiben, solange es die Kinderzahlen erfordern.
  • Der Kindergarten St.Martin könnte in Verbindung mit frei werdenden Kapazitäten an der Bühlschule ausgebaut werden.

Nachteile Variante 2(V2)

  • Die weiter zurückgehenden Kinderzahlen können es erforderlich machen, daß diese Variante in wenigen Jahren erneut auf den Prüfstand kommt.
  • Eine ergänzende Nutzung der BS entfällt vermutlich, da die Räume fehlen.
  • Auch wenn es sich nur um Außenklassen handelt, steigt der administrative Aufwand im Grundschulbetrieb beider Grundschulen.
  • Für die LHS müssen ergänzende Verwendungen gesucht werden.

Allgemeine Bewertung Variante 2(V2)

Das Modell getrennter Grundschulen wie oben dargestellt wird zwischen Stetten und Hagenau
am Bodensee betrieben.

Vorteile Variante 3(V3)

  • Die Bergschule ist „das“ Bildungshaus für das erste bis 6. Lebensjahr, Familienzentrum eingeschlossen.
  • Die Idylle Bergschule genießen jetzt die Vorschulkinder durch das Bildungshaus.
  • Ganztagsbetreuung mit allen Betreuungsformen von 07.00 bis 17.00 Uhr.
  • Zentrale Grundschule in der LHS ermöglicht auch eine flexible Anpassung an die Schülerzahlen, jedenfalls besser als bei einer Aufteilung der Schüler auf zwei Grundschulen.
  • Die BS kann für VHS, Bücherei, Archiv und andere Bildungsträger ergänzend genutzt werden.
  • Das Bildungshaus „Salztröge“ könnte entfallen, wenn St.Martin ausgebaut wird und in Verbindung mit frei werdenden Kapazitäten für 1 bis 6 Jährige an der Bühlschule.

Nachteile Variante 3(V3)

  • Wenn die JHS in der BS verbleibt, wird der Übergang zu einer Grundschule erschwert; Ortswechsel notwendig.
  • Für die Kinder der JHS ist es wichtig zu sagen, sie würden in die BS gehen, um den scheinbaren Makel JHS zu umgehen. Dieses Argument entfällt und wird unglaubwürdig, da in der Bergschule keine Grundschule mehr vorhanden ist.
  • Schulweg siehe V1.

Vorteile Variante 4(V4)

  • Die Bergschule bleibt mit allen Vor- und Nachteilen zentrale Grundschule.
  • Keine Änderungen an der Bergschule.
  • Befriedung von Emotionen.

Nachteile Variante 4(V4)

  • Emotionen wegen der Aufgabe der LHS als Grundschule.
  • Folgenutzung für LHS muß erfolgen. LHS aufgrund der Räumlichkeiten möglicherweise schlechter nutzbar für andere Zwecke als die BS.
  • Kirchplatz Kindergarten muß bleiben.
  • Kindergarten Wanne muß voraussichtlich ausgebaut werden und auf Ganztags-betreuung umgestellt werden.
  • Das Bildungshaus in den Salztrögen muß gebaut werden.
  • Die Kleinkinder, ausgenommen Kirchplatz, werden vom Zentrum entfernt betreut und tragen somit nicht zur Belebung der Innenstadt bei.

Einige Hinweise zu den Teilorten

Grundschule Hohenmemmingen

Wird als Grundschule erhalten.
Wird durch Kinder aus der Wanne im Bestand gestärkt.
Kinder unter 3 Jahren können in der Bergschule (wenn Bildungshaus) mit betreut werden. Ab 3 Jahren ist der Kindergarten Käppelesberg ausreichend.

Grundschule Burgberg

Wird als Grundschule erhalten.
Die Intensivierung in der Zusammenarbeit Kindergarten und Schule ist notwendig, um den Gedanken Bildungshaus aktiv umsetzen zu können.

Grundschule Hürben

Wird als Grundschule erhalten.
Die Intensivierung in der Zusammenarbeit Kindergarten und Schule ist notwendig, um den Gedanken Bildungshaus aktiv umsetzen zu können.

 

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