Giengen – Burgberg – Hohenmemmingen – Hürben – Sachsenhausen

Stellungnahme des CDU-Wählerblocks zum Schulentwicklungsplan und Kinderbetreuungsplan

Schulentwicklungsplan

Der CDU-Wählerblock bedankt sich bei der Stadtverwaltung für die ausführliche Darstellung des Beschlussantrages.

Wir sind uns bewusst, daß langfristige Entscheidungen getroffen werden müssen, damit der Stadtrat nicht in kurzer Zeit wieder vor dem gleichen Problem steht wie heute.

Fakt ist
- einmal, daß die Kinderzahlen drastisch zurückgehen. So wurden im Jahr 2009 nochmals 3,6% d.h. 30.000 Kinder weniger geboren als 2008, was die niedrigste Geburtenrate seit Bestehen der Republík darstellt.
- Fakt ist auch, daß wie immer sich der Stadtrat entscheidet, wir ab voraus-sichtlich 2014 nur noch so wenige Kinder in der Stadt Giengen haben, daß sich Betrieb und Kosten von zwei Grundschulen von selbst verbieten, ganz zu schweigen davon, wie sich die Schulbehörden entscheiden.
- Hinzufügen will ich noch, daß Schulentwicklungsplan und Kinder-betreuungsplan in Abhängigkeiten zueinander stehen und daher nicht grundsätzlich isoliert bewertet werden können..

Angesichts dieser Entwicklung müssen wir uns für eine Grundschule entscheiden, die zugleich Ganztagsschule sein soll. Es ist dringend erforderlich, daß auch in der Kernstadt die Möglichkeit gegeben ist, Grundschüler ganztags zu betreuen. Die Eltern der Kinder in Kindergärten mit verlängerten Öffnungszeiten sind darauf angewiesen, daß das Betreuungsangebot nahtlos weiter geht.

Für eine solche Schule eignet sich die Lina-Hähnle-Schule am besten, weil sie in Zielsetzung, Bildungsangebot und Infrastruktur den zukünftigen Forderungen am besten Rechnung trägt. Ich will darauf verweisen, daß nicht nur eine Mensa vor-handen sein wird, sondern freie Sportstätten wie die Walter-Schmid-Halle und Schwagehalle in nächster Nähe erreichbar sind.

Dazu müssen die Grundschulbezirke aufgelöst werden, damit die Eltern Planungssicherheit erhalten und die Kinderbetreuung für die Grundschüler in Kernstadt, Nordstadt und Wanne weitergehen kann.

Die Bergschule soll temporär als Außenstelle der Lina-Hähnle-Schule geführt werden, so lange die Kinderzahlen dies erlauben und die Lina-Hähnle-Schule noch ihre Räume für die auslaufende Hauptschule benötigt. Der Übergang wird also fließend sein. Zur Zukunft der Bergschule spreche ich beim Kinderbetreuungsplan nochmals.

Wir stimmen dem Vorschlag von Grüne/Unabhängige zu, die Jakob-Herbrand-Schule ebenfalls in der Lina-Hähnle-Schule unterzubringen, sobald es die Kapazitäten erlauben, damit auch diesen Kindern die Integration in eine Grundschule mit Ganztagsbetreuung möglich ist.

Für die vorgeschlagenen Maßnahmen ist die Zustimmung der Schulbehörden erforderlich und von der Verwaltung zu beantragen.

Das Zeitfenster für die Umsetzung ergibt sich neben dem Genehmigungsverfahren aus den Kinderzahlen und den jeweiligen Raumkapazitäten.

Was die Grundschulen der Teilorte betrifft, befürwortet die CDU-Wählerblock-Fraktion die Erhaltung aller Grundschulen.

Für Hohenmemmingen soll ein eigener bedarfsorientierter Betreuungsplan erarbeitet werden, da eine Kooperation mit dem entfernt liegenden Kindergarten erschwert ist.

In Burgberg und Hürben ist das Erstellen eines Konzeptes für die Zusammenarbeit von Kindergarten und Grundschule ab 2011/2012 anzustreben und in einem Bildungshaus zu verwirklichen.
Natürlich werden auch hier die Kinderzahlen das entscheidende Kriterium dafür sein, wie lange die beiden Schulen nebeneinander betrieben werden können. Gleichwohl ist es aus unserer Sicht geboten, die Infrastruktur zu erhalten.

Zum Kinderbetreuungsplan:

Wir befürworten den Neubau eines Bildungshauses in den Salztrögen. Dieses kann schrittweise bedarfsgerecht ausgebaut werden.

Da der Kindergarten Hainbuchenweg mittelfristig aufgegeben werden soll und St.Michael aus baulichen Gründen ebenfalls nicht erhalten werden soll, ist das Kinderhaus Salztröge eine gute Lösung, zumal die Zuschüsse damit optimal aus-genutzt werden können.

St. Martin sollte mit Betreuung für Kinder unter 3 Jahren ausgebaut werden, wenn die Schulkindbetreuung, in Abhängigkeit von der Bedarfsentwicklung, wieder in die Bühlschule zurückverlegt wird.

Die Bergschule eignet sich grundsätzlich für eine Nachnutzung besser als die Lina-Hähnle-Schule.
Die in der Bergschule freiwerdenden Räume sollen für den ganztägigen Ausbau der Kinderbetreuung für 1 bis 6 Jahre genutzt werden. Die Bergschule soll Kinderhaus werden. Damit stehen für die Kernstadt, die Wanne und die Nordstadt die notwendigen Ganztags-Betreuungsplätze zur Verfügung. Die wohnortnahe Ver-sorgung Giengens ist damit gewährleistet.

Die Kindergärten Kirchplatz, Wanne und Lederstraße bieten mittelfristig ausreichende Sicherheit und Flexibilität für die Versorgung der Innenstadt.
Langfristig müssen der Kindergarten Kirchplatz und Lederstraße aufgrund mangelnden Nachwuchses aufgegeben werden, während gleichzeitig die Bedarfsdeckung über das Kinderhaus Bergschule erfolgt.

Der Kindergarten Schwage ist mit der Integrationsgruppe der Lebenshilfe und den beiden Kindergartengruppen voll ausgelastet.

St. Peter kann schon jetzt nicht alle Kinder aufnehmen. Es fehlen z.B. Krippenplätze.
Wir bitten die Stadt, hier eine Lösung zu finden.

Entscheidende Kriterien zur Neugestaltung der Kinderbetreuung sind die Entwicklung der Kinderzahlen, die Ausgestaltung der Bildungslandschaft, die Bildungsqualität, Fördermaßnahmen, Personalschlüssel und Gruppenstärken. Und schließlich muß der Ausbau jeglicher Kapazitäten flexibel gestaltet und immer wieder dem Bedarf angepasst werden.

Stadträtin
Maria Konold-Pauli

 

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